Stimmungskalender – Praktische Tipps für Deinen Kalender

Stimmung

Ein Stimmungskalender ist eine einfache aber effektive Methode um Deinen Stimmungsverlauf zu tracken. Sie kann Dir helfen, Stimmungsmuster zu erkennen und so ein besseres Verständnis für Dein Wohlbefinden zu schaffen. Das Schöne daran ist, dass Du mit verhältnismäßig wenig Aufwand einen aufschlussreichen Stimmungskalender führen kannst, der – wenn die Vorbereitungen stimmen – dann auch toll aussieht.

Was ist ein Stimmungskalender?

Wenn wir hier von einem Stimmungskalender reden, dann meinen wir die Darstellung Deiner Stimmung in einem Kalender-artigen Diagramm. Konkret empfehlen wir folgende 2 Darstellungsformen:

1) „Jahr auf einen Blick“ – ähnlich einem herkömmlichen Kalender

Stimmungskalender - Vorlage für das "Jahr auf einen Blick"

2) „Jahr in Pixel“ – ein Matrix bestehend aus den Monaten (horizontal) und den Tagen des Monats (vertikal)

Stimmungskalender - Vorlage für das "Jahr in Pixel"

Beide Darstellungsformen haben gemeinsam, dass jedes einzelne Quadrat (Pixel) für Deine (durchschnittliche) Stimmung an einem Tag steht. Mit der „Jahr auf einen Blick“-Darstellung kannst Du besonders jene Stimmungsmuster erkennen, welche mit den Wochentagen korrelieren. Beispielsweise könntest Du gut sehen, wenn es Dir immer an Sonntagen schlecht geht. Mit der „Jahr in Pixel“-Darstellung kannst Du besonders Abhängigkeiten zu den Tagen des Monats erkennen. Beispielsweise könntest Du erkennen, dass besonders gegen Ende des Monats es Dir oft nicht so gut geht. Je nachdem welche Darstellungsform Dir eher zusagt, kannst Du die eine oder die andere wählen – oder einfach beide.

Einen Stimmungskalender zu führen ist keine Eintagsfliege

Ein Stimmungskalender entfaltet nur dann sein volles Potential, wenn Du Dich auch täglich damit beschäftigst. Zwar wirst Du vielleicht sogar nur ein paar Sekunden dafür aufwenden müssen, jedoch ist es wichtig, dass Du den Kalender täglich aktualisierst. Dessen musst Du Dir bewusst sein und solltest Du in der Vorbereitungsphase im Hinterkopf behalten.

Im Folgenden wirst Du die Mittel (womit), den Umfang (was) und die Struktur (wie) Deines Stimmungskalenders festlegen. – Stelle Dir immer die Frage: „Welche Entscheidung ist für mich die Beste, damit ich auch täglich dranbleiben werden?„. Der schlechteste Stimmungskalender ist nämlich jener, der gar nicht existiert oder nicht aktuell ist. Deshalb besser mit einem einfachen und weniger aufwändigen Kalender starten. Wenn Du nach ein paar Tagen merkst, dass mehr geht, kannst Du den Umfang immer noch erweitern.

Ein analoger oder digitaler Stimmungskalender

Stift und Papier für einen Stimmungskalender

Es gibt ein paar Punkte, welche Du für die optimale Wahl des Mittels klären solltest. Zu aller erst: Arbeitest Du lieber mit Stift & Papier anstatt mit einer App auf Deinem Handy? Grundsätzlich haben beide Mittel ihre Vor- und Nachteile.

Jahr in Pixel Stimmungskalender App

Die Variante “Stift & Papier” ist zunächst wohl das naheliegendste Mittel, mit welchem ein Stimmungskalender erstellt werden kann. Du benötigst eben nicht mehr als einen bzw. mehrere färbige Stifte und Papier. Diese Variante hat einen sehr persönlichen Charakter, birgt jedoch im Vergleich zu einer digitalen Variante einige Nachteile: Eine App hast Du immer dabei und enthält oft Features wie Erinnerungen und Statistiken, welche auf Knopfdruck verwendet werden können. – Und das in der Regel ohne zusätzlichem Aufwand. Doch Vorsicht – bei manchen Apps ist Deine Privatsphäre nicht sicher. Gerade bei einem Stimmungstagebuch ist das jedoch extrem wichtig, denn Du willst voraussichtlich nicht Deine Stimmungsdaten unkontrolliert teilen. Schau Dir mal Moodistory an – hier ist Deine Privatsphäre sicher und Du kannst sorglos alle Vorteile eines digitalen Stimmungskalenders genießen.

Lege die Skala zur Bewertung Deiner Stimmung fest

Stimmungskalender Skala von glücklich bis unglücklich

„Auf einer Skala von X bis Y, wie geht es Dir?“ ist die zentrale Frage, welche Du für einen Stimmungskalender täglich beantwortest. Diese Stimmungsskala wird oft in zwei gleich große Bereich für negative und positive Stimmungen eingeteilt. Zusätzlich gibt es manchmal auch eine neutrale Stimmung (weder positiv, noch negativ). Bei der Wahl der Skala musst Du Dir also zunächst selbst die Frage stellen, ob Du eine neutrale Stimmung festhalten möchtest. Das hängt oft davon ab, ob Du Dich manchmal „indifferent“ fühlst, oder ob Du immer eine Tendenz bei dir feststellen kannst.

Wenn Du eine neutrale Stimmung messen möchtest, dann wähle eine Skala mit einer ungeraden Anzahl an unterschiedlichen Werten (bspw. 3, 5, 7, 9, usw.). Wenn nicht, wähle eine Skala mit einer geraden Anzahl an unterschiedlichen Werten (bspw. 2, 4, 6, 8, usw.).

Wir empfehlen mit einer eher kleineren Skala zu starten (zwischen 4 und 7) und diese für einige Tage zu verwenden. Wenn Du dann merkst, dass Dir Abstufungen fehlen, oder Du einige Abstufungen gar nicht verwendest, dann passe die Skala an. Solltest Du eine App verwendest, dann stelle sicher, dass Du dort die Skala einstellen und auch verändern kannst (wie bspw. in Moodistory).

Farben auswählen

Farben des Stimmungskalenders

Sobald Du die Skala zur Bewertung Deiner Stimmung festgelegt hast, geht es nun in diesem Schritt darum, die passenden Farben für jeden einzelnen Wert in Deiner Skala auszuwählen. Apps bieten dafür oft vorgefertigte Farbpaletten an, welche Du nach Belieben anpassen kannst. Für die analoge Methode mit Stift & Papier kannst Du entweder Farbpaletten-Stift-Sets erwerben, oder Du arbeitest mit jenen Farbstiften, die Du bereits hast. Hier macht es Sinn, Farbkombinationen auszuprobieren um ein Gefühl zu entwickeln, wie ausgewählte Farben in Kombination wirken. Apps bieten oft schon eine Auswahl an zusammengestellten Farbkombinationen an, welche Du nach Deinem Geschmack anpassen kannst.

Aufwand vs. Umfang

Je mehr Informationen Du mit Deiner Stimmung festhältst, desto einfacher wird es, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln. Mehr Informationen sind jedoch oft mit zusätzlichem Aufwand verbunden – vor allem wenn Du einen Stimmungskalender mit Stift & Papier führst. Deshalb macht es Sinn, sich im Vorfeld zu überlegen, welche Informationen hilfreich sein können (z.B.: Medikamente, Schlaf, Aktivitäten, Ereignisse, Periode, Gedanken & Notizen). Du wirst – sobald Du ein Stimmungsmuster entdeckt hast – Gründe dafür suchen. Hier können Dir diese Zusatzinformationen Hinweise liefern. Deshalb ist es wichtig ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aufwand und Informationen zu finden. Versuche vor allem jene Informationen zu identifizieren, die Dir besonders bei der Erinnerung bestimmter Situationen helfen können. Apps sind hier oft so aufgebaut, dass Du durch die Informationsvielfalt geführt wirst und einige Informationen auch automatisch erfasst werden.

Mach einen Plan

Obwohl Du nicht viel Zeit für die Erstellung eines Stimmungskalenders benötigst, ist es wichtig, dass Du es zur Gewohnheit machst und in Deinem Tagesablauf einbaust. Überlege Dir, zu welchem Zeitpunkt Du jeden Tag den Stimmungskalender aktualisieren möchtest. Oft macht es auch Sinn, sich eine Erinnerung zu stellen. Dazu noch ein kleiner Trick für den Anfang: Nimm Dir vor, Dich selbst mit einer Kleinigkeit zu belohnen, wenn Du bspw. 5 Tage hintereinander es geschafft hast, den Stimmungskalender zu führen. Damit fällt es Dir eventuell leichter, auch wirklich jeden Tag dran zu bleiben.

Stimmungskalender Checkliste

Los geht's!

Du kennst nun die Eckpfeiler eines Stimmungskalenders. Sobald Du die Fragen dieser Checkliste beantworten kannst, bist Du optimal vorbereitet:

  • Wirst Du eine App oder Stift & Papier verwenden?
  • Auf welcher Skala wirst Du Deine Stimmung bewerten?
  • Welche Farben wirst Du verwenden?
  • Welche zusätzliche Informationen wirst Du erfassen?
  • Zu welchem Zeitpunkt wirst Du jeden Tag Deine Stimmung erfassen?

Hast Du alle Fragen beantworten können? – Wenn ja, kann’s los gehen! Alles Gute und viel Spaß! 🙂

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